Bauart Ommi-51

 

Kurzbeschreibung der Bauart Ommi-51

Zwischen 1948 und 1950 entwickelte die WLE - Westfälische Landes-Eisenbahn zusammen mit der Firma Orenstein & Koppel einen Muldenkippwagen für den Transport von Kalkstein. Das Ziel der Neuentwicklung war die erleichterte Entladung der Güterwagen, um die Vekehre weiterhin an die Schiene zu binden. Die Wagen der WLE erregten große Aufmerksamkeit, daher entschloss sich auch die Deutsche Bundebahn Wagen dieser Bauart zu beschaffen. Von 1953 bis 1970 stellte die DB insgesamt 3.905 Güterwagen der Bauart Ommi-51 in Dienst. 

Die Wagen erhielten die Nummern Ommi-51 604 000 - 606 999 (Baulose von 1953 bis Ende 1962) und Ommi-51 618 000 - 618 284 (285 Wagen bis Ende 1964 gebaut. Ab 1965 erhielten die Wagen die UIC Nummern F-z120 600 0 000 - 600 2 754 (Baulose von 1953 bis Ende 1962) und F-z120 600 2 970 - 600 3 254 (Baulos 1964). Außerdem wurde Neubauten ab 1965 meistens mit UIC-Nummern geliefert: F-z120 600 3 260 - 600 3 609 (Baulose von 1965 bis 1967) und Fs-z120 600 3 610 - 600 3 689 (Baulose 1969 und 1970). Ab 1970 erhielten die Wagen Nummern in einem neuen Nummernbereich: Fs-z120 610 0 000 - 600 0 299, die zuvor gelieferten Wagen wurden entsprechend umgenummert.

 

Anzahl heute noch vorhandener Güterzugwagen

Es ist nicht ganz einfach die genaue Anzahl noch vorhandener Wagen der Bauart Ommi-51 zu bestimmen. Einige Wagen wurden im Verlauf der Zeit an verschiedene Privatbahnen verkauft und haben dadurch bis heute überlebt. Wirklich museal erhalten werden etwa 25 Fahrzeuge dieser Bauart.

(Stand Juli 2019)

 

Technische Daten der Bauart Ommi-51

 Bauart  Ommi-51
 Bezeichnung ab 1966  F-z 120, bzw. Fs-z 120
 Wagen-Nummern  604 000 bis 606 999 und 618 000 - 618 284
 Wagen-Nummern ab 1966    600 0 000 bis 600 3 689, später 610 0 000 - 600 0 299  
 Länge über Puffer  9.000 mm
 Achsstand  4.680 mm
 Leergewicht  12,6 t - 12,8 t
 Bremsbauart  Hik-G, ab 1955: KE-G
 Höchstgeschwindigkeit  80 km/h
 Tragfähigkeit  27 t
 Ladelänge  5 Mulden mit 1.352 mm
 Ladebreite  2.780 mm 
 Laderaum  5 Mulden mit 4,4 m3

 

Quellen im Internet:

Güterwagen der Verbands-Bauart in der freien Enzyklopädie Wikipedia
 

Quellen in den Printmedien:

Stefan Carstens: Güterwagen, Band 4: Offene Wagen in Sonderbauart (MIBA-Verlag, Nürnberg 2003, ISBN 3-86046-073-0)

 

Erstellt am 07.07.2019, letzte Änderung am 07.07.2019

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