Baureihe E 71 (preuß. EG)

 

Kurzbeschreibung der Baureihe E 71 (ehemals preußische EG 511-537)

Die Preußische Staatsbahn bestellte 1912 eine Serie von 18 Drehgestell-Lokomotiven bei der AEG. Die für den Güterzugdienst bis zu 1.000 t Last konzipierten Lokomotiven sollte auf den elektrifizierten Netzen in Mitteldeutschland zum Einsatz kommen. Zwischen 1914 und 1921 wurden insgesamt 27 Exemplare der Baureihe gebaut und unter der preußischen Bezeichnung EG 511 - EG 537 eingeordnet. Die Deutsche Reichsbahn übernahm bis auf die durch einen Unfall beschädigte EG 512 alle Exemplare und reihte die Lokomotiven unter der Bezeichnung E 71 11 bis E 71 37 ein.

 

Verbleib nach dem Zweiten Weltkrieg

Von den nach dem Krieg betriebsfähigen Lokomotiven blieben zwei in Österreich, sechs übernahm die Deutsche Bundesbahn und eine die Deutsche Reichsbahn.

 

Anzahl heute noch vorhandener Lokomotiven

Drei Lokomotiven sind erhalten geblieben, alle drei in rollfähigen Zustand. Die E 71 19 wird in Koblenz-Lützel ausgestellt, die E 71 28 im Deutschen Technikmuseum in Berlin und die E 71 30 steht im Johaneum in Dresden.

(Stand Februar 2020)

 

Technische Daten der Baureihe E 71

 Bauart  B`B`-el
 Gattung  
 Länge über Puffer  11.600 mm
 Höhe   mm
 Gesamtachsstand   mm
 Treibraddurchmesser  1.350 mm
 Dienstgewicht  64,9 t
 Achslast  16,2 t
 Höchstgeschwindigkeit  50 km/h (65 km/h nach Umbau 1940/31)  
 Dauer-Leistung  590 kW
 Stromsystem  16 2/3 Hz, 15 kV  
 Anzahl Fahrmotoren  2
 Anzahl Dauerfahrstufen  11
 Antrieb  Treibstangen

 

Quellen im Internet:

Baureihe E 71 in der freien Enzyklopädie Wikipedia

 

Quellen in den Printmedien:

Axel Enderlein, Brian Rampp: Eisenbahn-Fahrzeug-Katalog, Band 4: Altbau-Elektrolokomotiven (GeraNova Zeitschriftenverlag, München 1994, ISSN: 0937-7174)

Manfred Traube u.v.a.: EK Spezial 32 - Deutsche Altbau-Elok - 2.Teil (EK-Verlags Gmbh, Freiburg 1994, ISSN: 0170-5288)

 

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