Baureihe V 22 (später V 20)

 

Kurzbeschreibung der Baureihe V 22 (später V 20)

Ebenso wie die Baureihe V 20 wurde die V 22 von der Industrie für die deutsche Wehrmacht entwickelt, um eine Rangierlokomotive für explosionsgefährdete Standorte zu erhalten. Die "kleine Schwester" der Baureihe V 36 wurde vorallem als Rangierlok in den Versorgungslagern und Nachschubdepots des Heeres und der Luftwaffe eingesetzt. Von der Bauart LB 20 S (später 220 B) wurde vom Hersteller DWK - Deutsche Werke Kiel zwischen 1938 und 1943 insgesamt 34 Maschinen hergestellt.

 

Verbleib nach dem Zweiten Weltkrieg

Von den für die Wehrmacht gebauten Exemplaren reihte die Deutsche Bundesbahn in Westdeutschland zunächst neun einsatzbereite Maschinen als Baureihe V 22 in den Bestand ein. Die Lokomotiven erhielten die Nummern V 22 001 bis 009,  wurden 1952 nach Umbau den Lokomotiven der Bauart WR 200 B14 angeglichen und erhielten folgerichtig die Nummern V 20 051 bis V 20 059.

 

Anzahl heute noch vorhandener Lokomotiven

Insgesamt sind noch zwei Lokomotiven der DWK-Bauart erhalten (V 20 051 und V 20 058). Davon ist die V 20 051 in Mannheim wieder betriebsfähig und die V 20 058 rollfähig beim VBV in Braunschweig erhalten.

(Stand September 2018)

 

Technische Daten der Baureihe V 22 (V 20, Bauart DWK 220 B)

 Bauart  B-dh
 Gattung

 G 22.13

 Länge über Puffer  7.700 mm
 Höhe  3.620 mm
 Gesamtachsstand  2.900 mm
 Treibraddurchmesser  950 mm
 Dienstgewicht  31 t
 Achslast  15,5 t
 Höchstgeschwindigkeit  55 km/h (vorwärts / rückwärts)
 Leistung  200 PS
 Leistungsübertragung  hydraulisch
 Motorbauart  6-Zylinder Dieselreihenmotor
 Hubraum   l
 Tankinhalt  300 l

 

Quellen im Internet:

Baureihe V 20 in der freien Enzyklopädie Wikipedia

Typ 220 B der DWK auf der Internetseite "Loks-aus-Kiel.de"

 

Quellen in den Printmedien:

Stefan Lauscher: Die Diesellokomotiven der Wehrmacht, Die Geschichte der Baureihen V 20, V 36 und V 188 (EK-Verlag, Freiburg 2006, ISBN 978-3-88255-236-2) 

 

© EMF 2018-09-29