Bauart zweiachsige Spantenwagen (Ci 38 800ff)
Kurzbeschreibung der Bauart Spantenwagen (7 Fenster)
Die ÖBB vereinheitlichten in den 1950er Jahren den Fuhrpark und brachten alte Reisezugwagen auf ein Einheitsmaß. Dabei wurden die alten Holzaufbauten der nicht mehr zeitgemäßen Fahrzeuge - die meisten stammten aus den ersten beiden Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts - heruntergerissen und das Fahrgestell bei Bedarf mit Zwischenstücken verlängert. Am Schluß wurde mit Hilfe eines Gerippes aus Stahlspanten ein neuer Wagenkasten in Stahlbauweise erstellt und auf das vereinheitlichte Fahrwerk aufgesetzt. Die beim Bau des Wagenkastens verwendeten Spanten bescherten den Umbaufahrzeugen den Namen "Spantenwagen".
In den Jahren von 1950 bis 1957 entstanden 103 Reisezugwagen der Unter-Bauart Ci 38 800ff (ÖBB Fahrzeuggruppe 92203) durch Umbauten aus alten zweiachsigen Reisezugwagen. Die Wagen wurden unter den Nummern Ci 38 800 - Ci 38 899 und den Nummern Ci 38 797 - Ci 38 799 von der ÖBB eingereiht.
Entwicklung des museal erhaltenen Bestands
Insgesamt sind fünf Wagen dieser Unter-Bauart Ci 38 800 (nur Fahrzeuggruppe 92203) erhalten (also etwa 5% aller umgebauten Wagen). Von dieser Wagenbauart sind derzeit zwei Exemplare betriebsfähig.
Technische Daten der Unter-Bauarten 92203 (7 Fenster)
| Bauart / Bezeichnung | Ci |
| Bezeichnung ab 1986 | -- |
| Nummern |
Ci 38 797 - Ci 38 899 |
| Nummern ab 1986 | -- |
| Länge über Puffer | 13.500 mm |
| Achsstand | 7.000 mm |
| Leergewicht | 14,5 t - 18,3 t |
| Bremsgewicht P | 18 t |
| Bremsbauart | W-P, K-P, Kkp |
| Achslast | 7,25 t - 9,15 t |
| Höchstgeschwindigkeit | 90 km/h |
| Anzahl Sitzplätze | 52 (3.Klasse) |
Quellen im Internet
Die Bauart Spantenwagen in der freien Enzyklopädie Wikipedia
Quellen in den Printmedien
Maximilian Rabl, Johann Stockklausner: Österreichische Personenwaggons - Entwicklung, Konstruktion und Betrieb seit 1832 (Verlag Josef Otto Slezak, Wien 2003, ISBN 3-85416-066-6)
Erstellt am 05.07.2026, letzte Änderung am 05.07.2026
© EMF 2026-07-05, Version 3
