Baureihe 78

 

Kurzbeschreibung der Baureihe 78 (preußische T 18)

Mit der Baureihe T 18 (spätere Baureihe 78) wurde die Entwicklung der Personenzugtenderlokomotiven in Preußen abgeschlossen. Leistung, Achslast und Höchstgeschwindigkeit der neuen Loktype sollten in etwa der preußischen Personenzuglokomotive P 8 (spätere Baureihe 38.10) entsprechen. Im Zeitraum von 1912 bis 1927 wurden 534 Exemplare der erfolgreichen Baureihe gebaut.

Den Lokomotiven wurden bei der Reichsbahn die Betriebsnummern von 78 001 bis 78 528 zugeordnet. Die Nummern 78 331 bis 78 350 wurden nicht besetzt.

 

Verbleib nach dem Zweiten Weltkrieg

Der Großteil der Maschinen, nämlich insgesamt 424,  verblieben auf dem Netz der Deutschen Bundesbahn in Westdeutschland - bei der Deutschen Reichsbahn im Osten Deutschlands konnten 53 Lokomotiven in den Betriebsbestand übernommen werden. 29 Maschinen verblieben in Polen, die von der dortige Staatsbahn PKP unter der Bezeichnung OKo1 eingereiht wurden.

 

Anzahl heute noch vorhandener Lokomotiven

Insgesamt sind sechs Lokomotiven erhalten (also etwa 3,80 % aller gebauten Lokomotiven), davon sind fast alle als Museumslokomotiven in mehr oder weniger gepflegtem Zustand erhalten. Eine Lokomotive ist derzeit betriebsfähig (78 468).

(Stand August 2016)

 

Technische Daten der Baureihe 78

 Bauart  2'C2' h2t
 Gattung  Pt 37.17
 Länge über Puffer  14.800 mm
 Höhe  4.260 mm
 Fester Achsstand  mm
 Gesamtachsstand  11.700 mm
 Dienstgewicht  105,0 t
 Achslast  17 t
 Höchstgeschwindigkeit  100 km/h (vorwärts und rückwärts)
 Leistung  1140 PSi
 Treibraddurchmesser  1.650 mm
 Laufraddurchmesser  1.000 mm
 Steuerungsart  Heusinger mit Hängeeisen
 Zylinderanzahl  2
 Zylinderdurchmesser  560 mm
 Kolbenhub  630 mm
 Kesselüberdruck  12 bar
 Anzahl der Heizrohre  134
 Anzahl der Rauchrohre  24
 Heizrohrlänge zwischen den Rohrwänden  4.700 mm
 Rostfläche  2,44 m2
 Überhitzerfläche  49,20 m2
 Verdampfungsheizfläche  138,34 m2
 Kohlenvorrat  4,5 Tonnen
 Wasservorrat  12 m3

 

Quellen im Internet:

Baureihe 78 in der freien Enzyklopädie Wikipedia

 

Quellen in den Printmedien:

Lok Magazin Ausgabe 2/2010 (Seiten 52ff), Lok Magazin Ausgabe 3/2010 (Seiten 68ff), Lok Magazin Ausgabe 4/2010 (Seiten 62ff)

 

© EMF 2016-08-22