Baureihe 22

 

Kurzbeschreibung der Baureihe 22

Ab 1958 rüstete die Deutsche Reichsbahn insgesamt 85 Lokomotiven der Baureihe 39 (preußische P 10) mit neuen Hochleistungskesseln aus und fasste die umgebauten ("rekonstruierten") Lokomotiven in der neuen Baureihe 22 zusammen. Die Lokomotiven erhielten die Nummern 22 001 bis 085 in der Reihenfolge des Umbaus. Die ehemalige Nummer der jeweiligen Lokomotive war dabei unerheblich. Der Umbau bewährte sich jedoch nicht richtig, so daß viele der Neubaukessel zur Rekonstruktion der Baureihe 03 verwendet wurden.

 

Anzahl heute noch vorhandener Lokomotiven

Insgesamt sind sieben Lokomotiven erhalten (also etwa 8,23 % aller gebauten Lokomotiven) - allerdings sind alle erhaltenen Lokomotiven unvollständig oder sogar nur in Teilen vorhanden (z.B. Rahmen und Fahrwerk der 22 078).

(Stand Dezember 2013)

 

Technische Daten der Baureihe 22

 Bauart  1'D1' h3
 Gattung  P 46.18
 Länge über Puffer  23.700 mm
 Höhe  4.550 mm
 Fester Achsstand  6.000 mm
 Gesamtachsstand  12.150 mm
 Dienstgewicht  107,5 t / 180,3 t (ohne Tender / mit Tender und vollen Vorräten)
 Achslast  19,1 t
 Höchstgeschwindigkeit  110 / 85 km/h (vorwärts / rückwärts)         
 Leistung  1.690 PSi
 Treibraddurchmesser  1.750 mm
 Laufraddurchmesser  1000 / 1250 mm (vorn / hinten)
 Steuerungsart  Heusinger außen
 Zylinderanzahl  3
 Zylinderdurchmesser  520 mm
 Kolbenhub  660 mm
 Kesselüberdruck  16 bar
 Anzahl der Heizrohre  112
 Anzahl der Rauchrohre  36
 Heizrohrlänge zwischen den Rohrwänden            5.700 mm
 Rostfläche  4,23 m2
 Überhitzerfläche  83,80 m2
 Verdampfungsheizfläche  206,30 m2
 Kohlenvorrat (Tender 2'2'T34)  10 Tonnen
 Wasservorrat (Tender 2'2'T34)  34 m3

 

Quellen im Internet:

Baureihe 22 in der freien Enzyklopädie Wikipedia

 

Quellen in den Printmedien:

Rainer Heinrich, Heinz Schnabel: Die Baureihe 22, Die Geschichte der "Reko-P 10" (EK Verlag, Freiburg 2001,  ISBN 978-3-88255-122-4) 

Manfred Weisbrod, Horst J.Obermayer: Die Baureihe 39 (Eisenbahn Journal Sonderausgabe III/1996, Hermann Merker Verlag GmbH, Fürstenfeldbruck 1996) 

 

Erstellt am 22.12.2013, letzte Änderung am 15.02.2015 

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