Baureihe 18.4-5

 

Kurzbeschreibung der Baureihe 18.4-5 (ehemals bayerische S3/6)

Die Baureihe 18.4-5 (bayerische S3/6) wurde in Anlehnung an die badische Reihe IV f gebaut, um den Schnellzugverkehr für die Königlich Bayerische Staatsbahn zu beschleunigen. Zwischen 1908 und 1918 wurden von Maffei 71 Exemplare mit einem Kuppelraddurchmesser von 1.870 mm und zusätzlich in den Jahren 1912 und 1913 weitere 18 Maschinen mit einem Kuppelraddurchmesser von 2.000 mm gebaut. Während einer zweiten Beschaffungsperiode zwischen 1923 und 1931 entstanden weitere 70 Lokomotiven. Da aus den ersten Serien 19 Lokomotiven nach dem ersten Weltkrieg als Reparationsleistung an Frankreich und Belgien abgegeben wurden, konnte die Deutsche Reichsbahn nur die verbliebenen 70 Lokomotiven übernehmen und unter den Betriebsnummern 18 401 – 18 434, 18 441 – 18 458 und 18 461 – 18 478 einsetzen. Die Lokomotiven der zweiten Serie wurden vollständig übernommen und unter den Nummern 18 479 - 18 548 eingereiht. Bis auf eine Lok (18 434) befanden sich nach der Abgrenzung der Besatzungsgebiete alle Lokomotiven in den Westzonen. Da die DR West jedoch über genügend neuere Lokomotiven verfügte, entschied sie sich bereits 1947 die mehr als 30 Jahre alten Lokomotiven auszumustern. Im Jahr 1950 verfügte die DB noch über 86 Maschinen der Baureihe aus den späteren Lieferserien, ab 1951 wurden 30 Lokomotiven zur Baureihe 18.6 umgebaut.

 

Anzahl heute noch vorhandener Lokomotiven

Insgesamt blieben fünf Lokomotiven von den insgesamt 159 gebauten erhalten (also nur 3 % aller gebauten Lokomotiven). Drei Exemplare sind als Museumslokomotive in gepflegtem Zustand erhalten, eine Lok in weniger gutem Zustand. Die in Nördlingen stationierte 18 478 ist sogar betriebsfähig.

 

Technische Daten der Baureihe 18.4-5

 Bauart  2'C1' h4v
 Gattung  S 36.16, S36.17, bzw. S 36.18
 Länge über Puffer  21.221 mmm - 22.095 mm
 Höhe   mm
 Fester Achsstand   mm
 Gesamtachsstand   mm
 Dienstgewicht  86,9 t - 96,2 t
 Achslast  16,7 t - 18,1 t
 Höchstgeschwindigkeit  120 / 50 km/h (vorwärts und rückwärts)
 Leistung  1.770 PSi - 1.830 PSi
 Treibraddurchmesser  1.870 mm - 2.000 mm
 Laufraddurchmesser  950 mm (vorne), 1.206 mm (hinten)
 Steuerungsart  Heusinger außen
 Zylinderanzahl  4
 Zylinderdurchmesser  425 (Hochdruck) / 670 mm (Niederdruck)
 Kolbenhub  670 mm
 Kesselüberdruck  15 bar - 16 bar
 Anzahl der Heizrohre  170
 Anzahl der Rauchrohre  
 Heizrohrlänge zwischen den Rohrwänden   mm
 Rostfläche  4,53 m²
 Überhitzerfläche  74,16 m²
 Verdampfungsheizfläche  197,41 m²
 Kohlenvorrat (Tender bay 2´2´ T 26,2)  9,0 Tonnen
 Wasservorrat (Tender bay 2´2´ T 26,2)  26,2 m³

 

Quellen im Internet:

Baureihe 18.4 in der freien Enzyklopädie Wikipedia

 

Quellen in den Printmedien:

Andreas Braun: Bayerische S 3/6 - Die berühmte süddeutsche Vierzylinder-Verbundlok. (GeraNova Zeitschriftenverlag GmbH, München 1996 aus der Reihe Bahn-Baureihen)

Andreas Knipping: 100 Jahre S 3/6 - Königin der Schnellzugloks. Eisenbahn-Kurier Special 88 (EK Verlag, Freiburg 2008)

 

Erstellt am 19.10.2013, letzte Änderung am 15.02.2015 

© EMF 2013-10-19